Das energetische Erwachen im Kronen-Chakra – Erläuterung und Übung

Wenn wir in der Mysterienschule mit den oberen Chakras, insbesondere mit dem 3. Auge und dem Kronen-Chakra, arbeiten, berichten die Teilnehmer dieser Kurse immer wieder von plötzlich auftretenden Kopfschmerzen. Häufig werden diese körperlichen Begleiterscheinungen des energetischen Erwachens nicht verstanden und können daher auch nicht richtig eingeordnet werden.
Da es immer mehr Menschen gibt, die tief spirituell an sich arbeiten und bis zu dieser feinstofflichen Ebene vordringen, möchte ich meine Erfahrungen mit der Öffnung der oberen Chakras gerne hier teilen.

Wenn die Energie sich in uns befreit, aufzusteigen beginnt und in den Kopf strömt, ist in diesem Prozess das Auftreten von Kopfschmerzen ein ganz normales Phänomen.

Teilweise kann es sich sogar so anfühlen, als würde das Gehirn von unten gegrillt werden.
Diese Schmerzen kommen daher, dass alte Schatten in Form von Glaubenssystemen, Denkverboten und lebensfremden Überzeugungen in diesem Energiestrom verbrannt werden.
Viele Mystiker von Krishnamurti, Adyashanti oder Osho haben sich ausführlich dazu geäußert und von ihren teilweise dramatischen körperlichen Erfahrungen in diesem Kontext berichtet.

Wenn dies geschieht, kannst du eigentlich nicht viel machen außer dich diesem Verbrennungsprozess hinzugeben, dir ausreichend Zeit zu nehmen um einfach nur wahrzunehmen, wie es brennt und wie sich dadurch deine Wahrnehmung verändert.
Wenn der Widerstand dagegen aufhört, hört auch der Schmerz auf und hinterlässt ein völlig neues, oft bisher unbekanntes Gefühl der Öffnung und Befreiung.
Es fühlt sich fast so an, als würde im Kopf ein Tor aufgehen und dein Geist jetzt meterweit über deinen Kopf hinausragen und sich in den Raum erstrecken.

Manche haben in dieser Phase das Gefühl, dass dieser Strahl aus dem Kronen-Chakra beim Schlafen gegen das Bett oder die dahinterliegende Wand stößt und nicht mehr frei fließen kann.
Aber auch das vergeht nach einer Weile auch wieder, wenn der Prozess immer feinstofflicher wird.
Dann ist die Abgrenzung dieses Geistes nicht mehr scharf konturiert sondern diffundiert quasi in die Umwelt hinein, weitet sich aus und wird immer tiefer Teil des Seins.
Der Preis dafür ist die immer tiefergehende Aufgabe des eigenen Ich-Gefühls, das sehr eng an den durch Konzepte und Konditionierungen eingeschränkten Geist gebunden ist.

Dann erkennt man, dass der Geist nicht mein Geist ist und auch nie gewesen ist.
Der Geist ist eine Ebene des Universums, ungeteilt und undefinierbar, nicht durch Formen oder Konzepte zu beschreiben, da er alle Formen und Konzepte erst hervorbringt und in sich beinhaltet.
Er ist eins mit dem kosmischen Bewusstsein, Atman ist Brahman.
Mein Geist ist nicht von deinem Geist abtrennbar, das was durch mich sieht, was meine Gefühle und Gedanken wahrnimmt, ist das gleiche, was auch durch dich sieht und deine Gefühle und Gedanken wahrnimmt.
Es ist dein wahres Selbst, dass bei deiner Geburt in deinen Körper eintritt und ihn im Tod wieder verlässt.
Dies kann unmittelbar gesehen werden, wenn man selber die Erfahrung macht, dass der Geist nicht auf den Körper beschränkt ist.
Der Geist findet nicht in deinem Körper statt, sondern genau umgekehrt: dein Körper wird von deinem Geist erschaffen und findet in ihm statt.
Alle Mystiker, egal ob christliche wie Meister Eckhard oder die tausenden indischer Mystiker, sprechen ausschließlich von dieser Erfahrung, die dein Leben komplett verändert.
Der Tropfen fällt in den Ozean, Atman ist Brahman und war nie von ihm getrennt.
Es war alles nur eine Illusion, ein Traum, der mit dem Erwachen endet.

Wenn diese Öffnung passiert und erstmalig wahrgenommen wird, ist sie noch unbewusst und man weiß eigentlich gar nicht, was da mit einem geschieht.

Weil wir hier in der christlich-abendländischen Kultur über kein spirituelles Wissen mehr verfügen, wird diese sehr bedeutsame Stufe des spirituellen Erwachens oft nur als unerklärliches Phänomen erlebt und dann ignoriert.
Das ist überaus tragisch, denn oftmals verpufft dieser wichtige Schritt durch Nichtbeachtung und man fällt wieder zurück in die bisherige niedrige Schwingungsebene mit ihrer verkorksten Weltsicht und ihren leidvollen Gewohnheiten.
Wie bei allen Wachstumsprozessen braucht auch die geistige Ausweitung in den Raum deine Unterstützung und Achtsamkeit.

Du kannst diesen Prozess aber sehr einfach und spielerisch unterstützen.
Spielerisch ist hierbei sehr wichtig, dann wenn du etwas zu erzwingen versuchst, steht dahinter immer Gier und Verlangen, die deine Öffnung zwangsläufig wieder auf ein Ziel fokussieren und dadurch verengen.
Das ganz ist, wie alle spirituellen Entwicklungen, ein ganz natürlicher organischer Prozess, der nicht vom Ego erzwungen werden, aber sehr wohl in verspielter Absichtslosigkeit mit einer kindlichen Entdeckungsfreude unterstützt werden kann.

Diese Übung läuft wie folgt ab:
Du führst mit geschlossenen Augen unterschiedliche Dinge von außen kommend langsam an deinen Kopf heran, zuerst seitlich, später auch von vorne.
Dabei achtest du genau darauf, wann du sie energetisch wahrnehmen kannst, wann sie in dein Energiefeld eintauchen und wie es sich anfühlt, sie mit deiner Energie zu durchströmen.
Diese Übung stärkt und verfeinert die Wahrnehmung ungemein.

Wenn du dich sicher in deiner Wahrnehmung fühlst und das Feld feiner und differenzierter spürst, kannst du anfangen mit unterschiedlichen Objekten zu experimentieren.
Du kannst mal eine Gabel oder einen Löffel aus Metall nehmen, dann einen Plastik-Kugelschreiber und anschließend eine Blume oder ein anderes lebendes Objekt wie einen Hamster oder Kanarienvogel.
Du wirst erstaunt sein, wie absolut unterschiedlich metallische, hölzerne und lebende Objekte feinstofflich wahrgenommen werden.
Und wie tot und unbeseelt sich Objekte aus Plastik anfühlen.
Manche Objekte sind gar so degeneriert und seelenlos, dass sie Übelkeit und fast einen Brechreiz auslösen.

Sobald du dich mit dieser Übung sicher fühlst und die verschiedenen Schwingungsformen zu unterscheiden gelernt hast, kannst du dich auch mit dem Kopf einer anderen Person nähern, bis dieser sich innerhalb deines Energiefeldes befindet.
Wenn es in dir schon still genug ist und deine Wahrnehmung nicht von deinem eigenen plappernden Verstand übertönt wird, scheint es fast so, als würde dort bei dem anderen ein kleines Kofferradio laufen, in dem ein überdrehter Moderator ohne Unterbrechung irgendwelche Geschichten erzählt.
Das sind dann die Gedanken der anderen Person, die plötzlich gehört werden.
Auch dies dient letztendlich nur der steten Verfeinerung der Wahrnehmung und macht einfach Spaß.
Aber man sollte sich immer bewusst sein, dass das nicht viel mehr ist als ein lustiges Spiel, das ansonsten aber keine weitere Relevanz besitzt.

All diese Erfahrungen sagen noch immer nichts über den aus, der all das erfährt – und nur darum geht es.

Erstaunlicherweise scheint die Natur einen gewissen Schutzmechanismus eingebaut zu haben, der dir diese Tür erst öffnet, wenn du über deinen eigenen Verstand hinausgegangen bist, die Stille in dir entdeckt hast und an dem Geplapper deiner eigenen Gedanken nicht mehr interessiert bist.
Wenn du die Natur der Gedanken als eine redundante, sich ständig in endlosen Schleifen wiederholende Sinnleere erkannt hast, interessieren dich auch die Gedanken anderer nicht mehr.
Dir ist es egal, wie oder was sie über dich oder andere denken, weil es einfach keine Relevanz hat für das, was hinter den Gedanken ist, die Realität jenseits der mental erschaffen und interpretierten Welt.

Dennoch gewinnst du durch diese Übung sehr tiefe Einsichten in die Natur der Dinge, die sich unmittelbar auf dein ganzes Leben auswirken.
Du wirst anfangen, dich deutlich mehr mit lebenden Objekten zu umgeben, deine Wohnung von entseelten, niedrig oder grob schwingenden Objekten befreien und deren Platz mit lebenden Objekten wie etwa Pflanzen ausfüllen.
Du machst dies nicht nur weil sie schön sind, sondern weil du ihre beseelende Schwingung spüren kannst.
Dadurch wirst du sehr tief genährt und in deinem Wachstum unterstützt.
Lustlosigkeit, Ermattung und depressive Stimmungen werden weniger und du fühlst dich ausgeglichen, kraftvoll und verbunden mit dem Sein.
Du kannst plötzlich Dinge meistern, die du dir vorher nie zugetraut hättest, sprudelst vor Energie und Kreativität und kannst den ganzen Tag hoch aktiv sein ohne zu ermüden.

Dann wird dir auch deutlich, was wir uns in unserer Kultur tagtäglich selber für einen Schaden zufügen, indem wir uns mit Plastik umgeben, Plastik-Kleidung tragen, von Plastik-Menschen gesungene Plastik-Musik hören, Plastik-Essen essen und das Fleisch von gefolterten Tieren, die ihr ganzes Leben unsäglich gelitten haben, in unseren Körper einführen.
Obwohl unsere Freiheit, solche Dinge zu tun, durch den Erwachensprozess offensichtlich eingeschränkt wird, ist es paradoxerweise doch so, dass es als eine enorme Befreiung anfühlt.

Es ist kein Wunder, dass Menschen, die so verachtend und rücksichtslos mit sich selber umgehen, ihren Alltag nur noch mit Alkohol, Antidepressiva und Psychopharmaka bewältigen können.

Wer dem Leben den Stinkefinger zeigt, bekommt ihn vom Leben tausendfach gespiegelt.

Wer so lebt, kann nicht glücklich und erfüllt sein, das ist ein ganz einfaches Naturgesetz.
Du kannst es befolgen und erblühen, oder du kannst es verleugnen und leiden.
Es ist ganz allein deine Entscheidung, für die du niemand anderen verantwortlichmachen kannst.

Du erschafft dir dein Leid selber.
Die Strafe für deine Handlungen kommt nicht nach dem Tod oder durch dein Karma.
Die Strafe für deine Handlungen liegt in der Handlung selber – das ist Karma.
Wenn du das erkennst, wirst du damit aufhören.

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